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Fahren bis ans "Ende der Welt", wegen dieser Marmelade Nagybörzsöny ist eine deutsch stämmige Gemeinde in Ungarn mit reicher Vergangenheit, die wegen ihres Erzvorkommens und den süßen Trauben, die hier wachsen, in Ungarn Berühmtheit erlangte. Die Ortschaft bietet, durch ihre Lage im Duna-Ipoly Nationalpark Urlaubern, die sich wirklich erholen möchten, eine prächtige Kulisse und Ruhe pur. Neuerdings gibt es in Nagybörzsöny noch eine Sehenswürdigkeit, die es sich lohnt, zu besuchen. Lek-Vár-Lak ist der Name und es handelt sich um eine winzige Marmeladen Manufaktur, wo Marmelade eingekocht wird wie noch zu Großmutters Zeiten. Angekommen in Nagybörzsöny geht es die Pet?fi Straße entlang bis zur Kirche. Von dort geht es etwas verzwickt einige Hundert Meter weiter, in die Ságvári Straße, wo man nicht nur am "Ende der Welt", sondern auch im "Himmelreich" der Marmeladenliebhaber angelangt ist. Im Kessel gekochte, handgerührte Marmeladen in 60 Geschmacksrichtungen! Enorm ist dieses Angebot am "Ende der Welt". Szarvas Attila - der Marmeladenkochmeister - erzählte uns, dass sämtliche Früchte, die eingekocht werden aus der Gegend um Nagybörzsöny stammen. Die Obstsorten, die Beeren werden genau zu dem Zeitpunkt geerntet, wo sie am reifsten sind. So haben sie den besten Geschmack, nicht so wie das zu früh geerntete Obst, was in Kühlkammern nachreifen muss, sagte er uns weiter. Durch vorsichtiges Kochen und ständigem Rühren wird erreicht, dass möglichst viele Vitamine erhalten bleiben und die typischen Geschmäcker der jeweiligen Obstsorten erhalten bleiben. Zur Konservierung wird sehr wenig Konservierungsmittel verwendet, gerade soviel, dass sich die Marmeladen möglichst lang unbeschadet in den Gläsern halten. Etwas später gesteht uns Attila, dass er doch einige wenige Früchte dazukauft. Es sind reine Exoten, denn noch wachsen in Nagybörzsöny keine Mangos oder Kiwis. Während Attila fleißig im Kessel rührt, macht seine Frau Schwab Monika die Gläser zum Abfüllen der Marmelade fertig. Anschließend werden die Etiketten aufs Glas geklebt, die von Monika per Hand beschrieben wurden. Hier wird wirklich alles noch per Hand gemacht! Außer diesen Tätigkeiten ist Monika noch die Marketing Direktorin, die Verkäuferin hinter der Theke, die Präsentatorin der Kostproben - denn hier kann man noch probieren - die PR-Managerin und noch nebenbei, die Mutter von zwei Kindern. Bewundernswert, was diese mini Manufaktur alles zustande bringt! Dass Marmeladen Angebot umfasst "Geschmack aus dem Wald", von "herkömmlich bis pikant", für "Diabetiker", "Geschmack aus den Tropen" und Fruchtsirup. Natürlich haben wir uns auch in die Reihe der Kostenden eingereiht und haben dabei eine Marmeladensorte mit besonders intensivem Geschmack gefunden. Es ist die Waldkornel Marmelade gewesen, die sich hervorragend eignet zur feinen Küche für Braten und Wildgerichten und, die 10-mal mehr Vitamin C enthält als die Zitrone. Ein Ausflug in die mini Marmeladen Manufaktur lohnt sich für den, der unverfälschten Marmeladengenuss erleben möchte. Monika und Attila freuen sich auf jeden einzelnen Besucher. Foto u. Text: Okolicsanyi www.lekvar-lak.hu
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