... Schweiz News | Ramsau am Dachstein - News | Almhütten - News | Kärnten-News | Mostviertel- News | Programmempfehlungen | Aktiv-Mosaik | Videoecke | Pressemeldungen

Schweiz: Geschichten aus dem Wallis

    

Das Original-Raclette aus dem Wallis

 Seit es Walliser gibt, leben sie von geschmolzenem Käse. Sie teilen sich diesen und verspeisen ihn zu Kartoffeln, Silberzwiebeln und Gewürzgurken. Heute gibt es eine Vielzahl von Schmelzkäsen und Kopien des Raclette-Käses, doch das Original bleibt unerreicht. Der Grund: Nur im Wallis wird der Raclettekäse seit Jahrhunderten unverändert aus unpasteurisierter Rohmilch hergestellt. Insgesamt produzieren Walliser Käser 2000 Tonnen Raclette-Käse – Tendenz steigend. 65 Tonnen davon stammen von Käser Felix Arnold aus Simplon-Dorf.

 Unverwechselbarer Geschmack

 Von der Käseherstellung aus pasteurisierter und teilentrahmter Milch, so wie sie ausserhalb des Wallis bei den industriellen Grossbetrieben üblich ist, hält Felix Arnold wenig. “Die Rohmilch ist ein Naturprodukt, das dem Käse seinen ganz eigenen Charakter verleiht“, ist er überzeugt. Zudem prägten die würzigen Alpkräuter seinen unverwechselbaren Geschmack. Während der industriell gefertigte Käse das ganze Jahr hindurch genau gleich schmecke, schlügen sich bei seinem Raclettekäse die Jahreszeiten und mit ihnen die Vegetation geschmacklich nieder, sagt Arnold.

 Echte Raclette-Qualität

 Man war sich im Wallis bewusst, dass die Bergbauern und Käser nur dann überleben können, wenn ihr Raclettekäse nicht mit der industriell und billiger produzierten Ware verwechselt wird. Aus diesem Grund bemühte man sich, den Raclettekäse vor Imitation zu schützen. Nachdem das zuständige Bundesamt dem Gesuch stattgegeben hatte, hagelte es umgehend Proteste aus den Kantonen. Die Grundversorgung des Schweizervolkes mit Raclettekäse stünde auf dem Spiel, wurde ins Feld geführt, denn längst sind die Walliser Käser nicht mehr in der Lage, den Raclette-Konsum des Landes abzudecken.

 Geschützte Ursprungsbezeichnung

 Der Kampf der Walliser um den Schutz „ihres“ Käses zog sich schließlich über Jahre hinweg. Die Walliser stützen sich beim Antrag auf den AOC-Schutz auf historische Dokumente, die belegen, dass bereits im frühen Mittelalter der Raclettekäse geschmolzen wurde. 2008 bestätigte das oberste Schweizer Gericht, das Bundesgericht, den Ursprungsschutz des „Walliser Raclette AOC“. Im Herbst 2010 kamen die ersten Raclette-Käse mit der unverwechselbaren Bezeichnung „Raclette du Valais AOC“ auf den Markt. Seit 2011 ist „Raclette du Valais AOC“ auch in der EU geschützt.

    

 Raclette

 Der Walliser Käse - aus frischer Alpenmilch hergestellt - unterscheidet sich in Geschmack und Konsistenz wesentlich von Region zu Region. Nebst würzigen Walliser Käseschnitten und verschiedenen besonderen Zubereitungsarten von Käsefondue (Williams- Tomaten- oder Walliser Bauernfondue), ist Raclette das volkstümlichste, dem Wallis eigene Käsegericht.

Raclette tauchte erstmals in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Bezeichnung für ein Gericht auf und ist mittlerweile natürlich weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt. Traditionellerweise wird es über dem Holzkohlenfeuer abgestrichen und mit Pellkartoffeln, Essiggurken, Silberzwiebeln und einem spritzigen Glas Fendant serviert.

Der Walliser „Bratchäs“ (Bratkäse) trägt die Bezeichnung „Raclette du Valais AOC“. Die Registrierung dieser Herkunftsbezeichnung bietet dem Konsumenten Gewähr, dass er beim Kauf einen echten Walliser "Raclette"-Käse bezieht und nicht irgendwelche Imitationen. Mittlerweile gibt es verschiedene Sorten von "Raclette"-Käse, beispielsweise mit Knoblauch, Pfeffer oder Paprika oder aus Ziegenmilch. Pro Jahr werden im Wallis rund 2000 Tonnen Raclette-Käse produziert.

Das Wie?

Raclette ist kein Essen gegen die Uhr. Es setzt Genießer voraus, die abzuschalten verstehen.

Das Wann?

Raclette ist ein Festtagsessen. Und nicht jeder Tag kann Festtag sein. Und nicht jeder Grund ist Grund genug, mit Raclette Feste zu feiern. Raclette kann und soll so genossen werden, dass zum seelischen Gleichgewicht beigetragen wird.

Das Wo?

Raclette verschmäht den feinen Table d'Hôte im Palace. Sie hasst die Kantine und den Self-Service Rummel. Raclette will Atmosphäre und Ambiance. Sie will die Sonne an der Waldlichtung. Den Harzgeruch der brennenden Arvenäste. Sie will Räume mit Herz, großzügigen Kellergewölben, Glut am Kamin, Balken aus Lärchenholz, schmiedeiserne Kerzenhalter, sanftes Licht, farbenfrohe Tücher, alte Tische, heiße Teller. Und feingewaschene Kartoffeln, weich und heiß und so klein als möglich.

Degustation

Um die verschiedenen Geschmäcker des Raclettes zu entdecken, empfiehlt sich eine Degustation von 5 verschiedenen Raclette-Käsen im Château de Villa in Sierre: Aus den Tälern Val de Bagnes, Val d’Herens, Val d’Anniviers, aus dem Turtmanntal, vom Simplon oder aus dem Goms wandern nacheinander halbrunde Laibe auf die Schmelzvorrichtung und mit jedem Gang wird ein Käse aus einem anderen Tal serviert. Dabei variieren die Nuancen von vollmundig bis robust, von cremig bis samtig.

    

Nähere Informationen bei:

 Wallis Tourismus, Rue Pré-Fleuri 6, 1950 Sion

Telefon +41 (0)27/327 35 70, Fax +41 (0)27/327 35 71

Internet: www.wallis.ch,

Foto: Wallis Tourismus

Zurück » Startseite

 

Artikel Empfehlen!





Allgemein



Fachliches



Man kann es brauchen



Kostenloser Newsletter:


Name:
E-mail Adresse:

Ihre Adresse bleibt nur bei uns!


Anmeldung für Hotels



Umfrage:

Wie gefällt Ihnen unser neuer Internetauftritt insgesamt? (Styl, Design, dreier Farbkombination, Übersicht, Gestaltung, Lesbarkeit)
 sehr gut
 gut
 durchschnittlic h
 ausreichend
 mangelhaft
 ungenügend
 




Zoltan Okolicsanyi




Unser Partner:












Werbung:

Reiseversicherung



All right reserved: www.aktiveurlaubszeit.de | Honlapkészítés - XLS.HU -
Ranking-Hits